Der Wahn vom Sinn

Wir hatten bei dem, was wir „Krankheiten“ genannt hatten, Fehler von „Mutter Natur“ angenommen. Mutter Natur“ macht jedoch keine Fehler, es sei denn, absichtliche, scheinbare Fehler, die dann auch einen Sinn haben.
Hamer in seinem „Vermächtnis einer Neuen Medizin Teil 1“, S. 81

Die naive Vorstellung, daß die Natur keine Fehler macht und es immer nur gut mit uns meint, ist das zentrale Dogma in Hamers Heilslehre. Es zieht sich durch alle seine Bücher, bildet den Rahmen seiner Vorträge und war auch immer fester Bestandteil seiner Patientengespräche. Mit Phrasen wie „In der Natur offenbart sich das Göttliche durch die 5 Biologischen Naturgesetze“ unterstreicht er die überragende Bedeutung, die er seiner „Entdeckung“ beimißt und die ihm einst einen Ehrenplatz auf der himmlischen Tribüne zwischen Väterchen Gott und Mütterchen Natur sichern soll. Als Theologe ist er ja darin geübt, in allem Geschehen das Wirken Gottes zu erkennen, und als Internist verfügt er über einen ausreichend eindrucksvollen Wortschatz, um dem medizinischen Laien dieses nach höherem Plan ablaufende Geschehen glaubhaft zu vermitteln.

Doch wie bringt man den Laien dazu, abnormale organische Veränderungen wie z.B. das Wuchern eines Tumors als planmäßig und sinnvoll anzusehen? Ganz einfach – man verkauft sie ihm als biologisch notwendige Steigerung der normalen Organfunktion!

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Er spricht wie er denkt

Ein jeder GERMANE versteht diese Worte

läßt Helmut Pilhar seine biologisch-naturgesetzliche Leserschaft anläßlich der Botschaft seines Königs wissen. Während Hamer wieder nur sein übliches Verschwörungsgekeife abläßt, diesmal allerdings gegen „die Räuber und Verfälscher“ aus den eigenen Reihen, ist der Thronerbe zur Hochform aufgelaufen. Wie eine Ruck-Rede für geistig Arme mutet es an, was sich da als „Anmerkung“ unter Hamers dürren Zeilen breitmacht. Aufstehen und sich besinnen sollen die neugermanischen Jünger, ihren einzigen Herren gefälligst nicht wie eine heiße Kartoffel fallenlassen, sondern ihn lobpreisen und seinen Zorn fürchten.

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Reifestopp nach Hamer

Es gibt keinen Siebenundzwanzigjährigen,
der so viele Märchen kennt wie der Martin.“

Der VorleserDieser bewundernde Zwischenruf fiel während eines Vortrags im „GNM-Studienkreis“ Aalen und galt Martin Bullinger, Gründer und Leiter dieser noch recht jungen neumedizynischen Kaderschmiede. Ich schließe mich dem Urteil an und möchte dem Herrn Bullinger nun auch öffentlich dafür danken, daß er der Weltnetzgemeinde große Teile seines märchenhaften Auftritts zugänglich machte. Eine solche Offenheit ist in der Hamerschen Herde nämlich nach wie vor die Ausnahme.

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Mein lieber Plagiatoni!

plagiatWas mag sich der Energieheiler und Stammtischschwadroneur Haberschuss gedacht haben, als er seinen Namen über diesen Text stellte? Vermutlich ebensowenig wie vor einem Jahr, als er sich kurzerhand einen Doktortitel gegönnt hat, um „den Schein besonderer Funktionen, Fähigkeiten und Vertrauenswürdigkeit“ zu erwecken, wie es auf Wikipedia zum Stichwort Titelmißbrauch heißt. Mehr Schein als Sein findet sich folgerichtig auch in der Datei ‚Voelkerrechtslage.doc‘, die auf der Domain autarkesleben.com ausgerechnet im Unterverzeichnis ’new‘ auf leichtgläubige Opfer lauert. Dabei ist an deren Inhalt nur die Zusammenstellung neu.

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Reichlich unterbelichtet

Ich bin politisch völlig frei denkend, gehöre keiner Partei an und fühle mich nur der Wahrheit verpflichtet! Und auch hier lege ich große Sorgfalt zugrunde: Ich rede NUR ÜBER FAKTEN, die ich immer auch belege! Holger Fröhner

Jahrhundert-Lügen

Werden bildwichtige Teile oder das ganze Motiv zu dunkel dargestellt, spricht der Fotograf von Unterbelichtung. Der Jahrhundertlügner Holger Fröhner steht auch oft hinter der Kamera und sollte daher wissen, wie man ein Objekt richtig beleuchtet. In seinem Buch läßt er jedoch nicht nur entscheidende Teile der Realität im Dunkeln verschwinden, er retuschiert auch skrupellos seine ‚FAKTEN‘, bis sie sich harmonisch in das satte Braun seiner Stichwortgeber einfügen. Das Motiv dafür hat er vor einer Woche erst wieder auf der Weltnetz-Seite der Nationalen Sozialisten Halle gezeigt: „Freiheit statt BRD!

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Protokollierte Darmgeräusche

Andreas ClaussIch gewöhne mir immer mehr zum Beispiel ab weniger aus meiner Ratio zu entscheiden, denn je länger man darüber nachdenkt, je größer die Fehlerwahrscheinlichkeit, sondern immer mehr zu trainieren auf den Bauch zu hören. Das sind eigentlich unrationale Entscheidungen aber der hat eigentlich recht weil das Wissen wie die Natur, wie das Universum funktioniert, das ist alles bei der Geburt mitgegeben worden aber über die Schule zum Beispiel zielgerichtet abtrainiert worden. Andreas Clauss

Es gibt Menschen, die sind einfach zum Stand-Up-Comedian geboren. Sie haben eine Mimik wie Kermit auf Speed, können so flach kalauern, daß dagegen sogar eine Hella von Sinnen hochakademisch wirkt, und tragen eine unbekümmerte Einfalt zur Schau, die sie allein schon aus Mitgefühl liebenswert macht. Leider verstehen viele nicht, diese Gabe zu nutzen, sondern machen sie zum Fluch, indem sie sich seriösen Themen widmen und damit auch noch ernst genommen werden wollen. Weiterlesen ‚Protokollierte Darmgeräusche‘

Die 499€-Frage

Der denkende Mensch hat die wunderliche Eigenschaft, dass er an die Stelle, wo das unaufgelöste Problem liegt, gerne ein Phantasiebild hinfabelt, das er nicht loswerden kann, wenn das Problem auch aufgelöst und die Wahrheit am Tage ist. Johann Wolfgang von Goethe

Was Goethe vor über 200 Jahren als „wunderliche Eigenschaft“ bezeichnete, wird von der modernen Sozialpsychologie „Auflösung kognitiver Dissonanz“ genannt. Es scheint also ein zeitloses Phänomen zu sein, daß Menschen die Realität überall dort verdrängen, wo sie mit den eigenen Überzeugungen kollidiert. Die eifrigsten Verdränger sind naturgemäß diejenigen, die fest davon überzeugt sind, die Wahrheit ganz genau zu kennen.

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grenzenlos daneben

"Verrücktheit ist unendlich faszinierender als Intelligenz, unendlich tiefgründiger. Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht." Claude Chabrol

Beiträge vom

auf den Weg

Ich sehe nicht ein, warum ich, der Einfalt Anderer wegen, Respekt vor Lug und Trug haben sollte. Die Wahrheit achte ich überall; eben darum aber nicht was ihr entgegensteht
Arthur Schopenhauer
Parerga und Paralipomena II

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